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Schmeckt nicht, gibt’s nicht: Die Wissenschaft der Aromen

Ein Schokocroissant mit Blauschimmelkäse? Das klingt im ersten Moment – naja sagen wir etwas gewöhnungsbedürftig. Solche vermeintlich nicht zueinander passenden Zutaten treffen aber erstaunlich oft unseren Geschmack – und das ist kein Zufall. Seid gespannt, welche ungewöhnlichen Kreationen wir uns für euch ausgedacht haben!

Forscher fanden heraus, dass genau diese außergewöhnlichen Kreationen zum echten Geschmackserlebnis werden können. Zurückführen lässt sich dieses Phänomen auf die gemeinsamen Aromastoffe, genauer gesagt auf die Hauptaromakomponenten – die beim Food Pairing zusammenpassen müssen.

Der Grundgedanke des Food Pairings ist das zu kombinieren, was hinsichtlich der Aromastruktur harmonisiert. Es geht also um den Geruch und den Geschmack der einzelnen Lebensmittel, die in der richtigen Kombination zum Abenteuer auf der Zunge werden. Ihr müsst euch nur trauen!

Food Pairing – die Physik des Essens

Grundsätzlich werden Lebensmittel in 7 Aromagruppen unterteilt:

  1. Fruchtig – säuerlich
  2. Blumig – frisch
  3. Zitrusartig – kräuterig
  4. Holzig – herb
  5. Vanilleartig – rauchig
  6. Würzig – zimtartig
  7. Röstartig – erdig

Zur ersten Gruppe zählen beispielsweise die grünen Duftnoten, wie sie bei Äpfeln, Trauben oder Bananen vorkommen. In Röstnoten hingegen werden Nahrungsmittel wie Popcorn, Schokolade oder Fleisch unterteilt. Basierend auf dieser Methode wurde das Food Pairing entwickelt – um, dem Geschmack zuliebe, immer wieder aufs Neue ungewöhnliche Kompositionen zu kreieren.

Eine Erlebniswelt der Geschmackssinne

Schmecken wird in der Fachsprache wird das als gustatorische Wahrnehmung bezeichnet. Dabei spielen nicht nur Mund und Zunge eine wichtige Rolle, um die verschiedenen Geschmäcker wahrnehmen zu können, sondern auch die Nase.

Dabei erkennen wir mit unserer Zunge die Komponenten süß, salzig, sauer, bitter und umami, wobei letzteres eher als herzhaft bekannt ist. Für die volle Entfaltung der Aromen kommt zudem unsere Nase ins Spiel sowie das Mundgefühl. Die Konsistenz des Essens ist demnach ebenso relevant.

Optik und Akustik rücken in den Hintergrund. Zwar isst das Auge bekanntlich mit, aber ausschlaggebend ist es für das Geschmacksempfinden nicht.

Es ist das Zusammenspiel aller 4 Komponenten, das einen „Flavour“ hervorruft: Ein Geschmackserlebnis vom Allerfeinsten.

Food Completing – die Kunst des Würzens

Um unsere Geschmacksnerven geradezu in eine unerwartete Dimension zu katapultieren, gibt es das Food Completing. Die einzelnen Aromaklassen werden hierbei zu leckeren Arrangements kombiniert, die alle fünf Geschmacksrichtungen ansprechen.

Es geht beim Food Completing darum, die fehlenden Geschmackskomponenten zu ergänzen – mit sogenannten Kontrastlebensmitteln. Dabei kommen häufig die Gewürze Vanille und Chilli zum Einsatz, die eine gegensätzliche Aromastruktur aufweisen und damit die nötige Spannung im Gericht erzeugen. So wird das Food Pairing wissenschaftlich perfektioniert.

Probiert es selbst und rundet beim nächsten Frühstück das Nutellabrot mit ein paar Speckstreifen und Röstzwiebeln ab – mit etwas Dill garniert erhaltet ihr das perfekte Food Pairing Ergebnis.

Grüße aus der Voosen-Küche

Wenn auch ihr zu denjenigen gehört, die sich gerne Marmelade auf ihr Käsebrot schmieren, dann hat euch euer Bauchgefühl nicht getäuscht. Food Pairing liefert den Beweis, dass solche abgefahrenen Kombinationen in Wirklichkeit gar nicht so abgefahren sind – sondern voll und ganz den Gesetzen der Wissenschaft entsprechen.

Wir von Voosen haben uns natürlich Gedanken gemacht, um mit den hauseigenen Leckereien diesem Trend nachzugehen. Auf der methodischen Basis des Food Pairings haben wir uns für euch ein paar neue, originelle Menüvorschläge zusammengestellt:

  • Mandarinensahne mit Artischocken und Malzbier
  • Erdbeerberliner mit Shrimps und Gewürznelken
  • Schnittbrötchen mit Banane und Parmesan
  • Noisetteberliner mit Ingwer und Kölsch
  • Kaffee mit Sojasauce und Balsamico
  • Mandelhörnchen mit Salatgurke und Lakritz
  • Himbeerschnitte mit Tomaten und Sardinen
  • Flockensahne mit Rindfleisch und Röstzwiebeln

Wer traut sich???
Studien zufolge eröffnet Food Pairing eine völlig neue und überraschende Geschmackswelt – wir sind gespannt auf eure mutigen Berichte in den Kommentaren. Oder habt ihr weitere Rezeptideen?